Erfahrungsbericht
Deutsch-Französische Juristenvereinigung
Sammlung der DFJ | Erfahrungsberichte
Praktikum
bei Maître Etienne Colin, Dijon 2001 von Anne Hitzegrad, Mainz
1. Praktikumstelle
Maître Etienne Colin2. Vorbereitungen
6, rue des Clématites
F 21300 Chenôve
FrankreichZusammen mit einer Freundin, Béatrice Linn, habe ich mich im Januar 2001 beim Haus Burgund in Mainz für ein Praktikum in Dijon beworben. Diese Institution vermittelt im Rahmen der Partnerschaft des Bundeslandes Rheinland-Pfalz und der Region Burgund Praktika für Rheinland-Pfälzer in Dijon und Umgebung. Béatrice hatte davon über ihre Französisch-Lehrerin an der Uni, Mme Holder, erfahren und mich gefragt, ob wir uns gemeinsam bewerben wollten. Von dieser Idee war ich begeistert.
Bei dem Vorstellungsgespräch wies uns M. Moreau vom Haus Burgund auf verschiedene Stipendienmöglichkeiten, insbesondere auf ein Stipendium durch das DFWJ hin und gab uns eine Informationsbroschüre mit. Darin war als Kontaktstelle des DFJW in Mainz die Deutsch-Französische Juristenvereinigung genannt, an die ich mich wegen des Stipendiums gewandt habe.
Bei der Anfertigung der französischen Bewerbungsunterlagen wurde ich sehr freundlich von M. Moreau betreut. Er hat diese an das Haus Rheinland-Pfalz in Dijon weitergeleitet. Von dem Zeitpunkt an kümmerten sich Herr Heeren und Herr Altheim aus dem Haus Rheinland-Pfalz um die Vermittlung eines Praktikumsplatzes. Um das Praktikum auch für mein Jurastudium nutzen zu können, hatte ich angegeben, dass ich mich für eine Stelle bei einem Rechtsanwalt, einem Gericht oder in der Rechtsabteilung eines Unternehmens interessierte.
Der Bewerbungsschluss für das Stipendium des DFJW war der 15. April, zu diesem Zeitpunkt konnte mir das Haus Rheinland-Pfalz aber noch keine genaue Praktikumsstelle mit Adresse nennen, die ich für die Bewerbungsunterlagen brauchte. Durch die gute Zusammenarbeit von Herrn Heeren mit dem DFJW (hier dem OFAJ in Paris) war es aber möglich, dass ich die Unterlagen ohne Angabe der Praktikumsstelle einreichte und Herr Heeren dem DPJW die Adresse sofort weiterleitete, sobald sie ihm bekannt war. Im Juni erhielt ich dann die Nachricht, dass ich bei Maître Colin in Chenôve einer an Dijon grenzenden Stadt eine Praktikumsstelle bekommen hatte.
Das Haus Rheinland-Pfalz hatte mir angeboten, mir ein Zimmer in einem Studentenwohnheim oder bei einem privaten Vermieter zu vermitteln. Dieses Angebot nahm ich gerne an und bekam ein Einzelzimmer in der Résidence Universitaire Montmuzard. Die nötigen Abspachen verliefen problemlos, die Mitarbeiter waren sehr freundlich und antworteten rasch und ausführlich auf meine Fragen zur Unterkunft.
Mein Praktikum sollte am 3. September 2001, einem Montagmorgen, beginnen. Um ausreichend Zeit zu haben, mich mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen, bin ich schon am Samstag, dem 1. September, nach Dijon gefahren. Das erwies sich als sehr sinnvoll; so hatte ich die Gelegenheit, das Nötigste einzukaufen, mir einen Busfahrplan zu besorgen, die Stadt ein wenig kennenzulernen und den telefonisch mit meinem Praktikumsleiter vereinbarten Treffpunkt zu lokalisieren.
3. Französische Studentenwohnheime
Vor meiner Abreise war ich von M. Moreau darauf hingewiesen worden, dass der Standard in französischen Studentenwohnheimen nicht dem deutschen entspräche. Trotzdem hatte ich nicht damit gerechnet, dass es bis auf zwei winzige Herdplatten für 40 Leute auf dem Gang keine Kochgelegenheit gab und die Mensen im Vergleich zu Deutschland unverhältnismäßig teuer sind. Die Betten waren so ausgelegen und die Matratzen so weich, dass man auf Anfrage bei der Hausmeisterin eine Sperrholzplatte bekommen konnte, um sie zwischen Drahtnetz und Matratze zu legen und so den vorprogrammierten Rückenschmerzen entgegenzuwirken. Die Sicherung flog raus, sobald man einen Haarfön oder ein Bügeleisen länger als zwei Minuten angeschaltet ließ. Wäsche waschen war nur in teuren Waschsalons oder von Hand möglich. Das Unangenehmste aber war die fehlende Beheizung; und das bei drei Wochen Dauerregen, schlecht abgedichteten Fenstern und dünnen Bettdecken. Es gab im ganzen Wohnheim keinen, der ohne schwere Erkältung davongekommen ist, einige darunter auch ich sind sogar so krank geworden, dass sie das Bett hüten mussten. Das Studentenwerk konnte uns nicht weiterhelfen: Die gesamte Uni würde zentral geheizt, und das erst, sobald im Oktober das Semester begonnen hätte und alle Gebäude genutzt würden. Es sei zu teuer, alle Gebäude zu heizen, wenn viele nicht genutzt würden.
Die Mietpreise der Studentenwohnheime entsprechen etwa denen in Deutschland, jedenfalls, wenn man nicht an der Uni dort studiert. Meinen Deutsch-Französischen Sozialausweis konnte ich nicht anwenden, um die gleiche Miete zu zahlen wie die französischen Studenten. Die Preise sind gestaffelt, vor allem sollte man darauf achten, sich an die Kalendermonate zu halten, weil man sonst wenn man beispielsweise vom 15. bis zum 15. des Folgemonats ein Zimmer mietet wochenweise zahlt, und das ist deutlich teurer. Der Standard ist keinesfalls mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis in Deutschland zu vergleichen, abgesehen von der wirklich vorbildlichen Sauberkeit und der Freundlichkeit der Mitarbeiter. Für einen Monat kann man sich mit den Verhältnissen aber arrangieren, wenn man nicht allzu anspruchsvoll ist. Von Vorteil ist natürlich, dass man sehr schnell in Kontakt mit gleichaltrigen Franzosen und ausländischen Studierenden kommt, mit denen man abends und am Wochenende etwas unternehmen kann.
4. In der Kanzlei
Das Praktikum war für mich sehr interessant und lehrreich. Maître Colin hatte sich nicht besonders auf ein Rechtsgebiet spezialisiert, er selbst beschrieb seine Tätigkeit gegenüber einem Kunden folgendermaßen: Wäre ich Arzt, so würde man mich als Allgemeinmediziner bezeichnen. Dieser Umstand war allein schon deshalb sehr vorteilhaft, weil ich noch relativ am Anfang meines Studiums stehe und von den 13 Wochen Pflichtpraktika bis zum Ersten Staatsexamen die ersten vier Wochen in seiner Kanzlei absolviert habe. Zudem waren die Hauptarbeitsfelder Maître Colins Familienrecht und Strafrecht, beide Rechtsgebiete beinhalten sehr anschauliche Fälle. Schwieriger wäre es für mich bei einem Steuerrechtler gewesen, dort hätte ich den ganzen Tag Zahlen studiert und wenig verstanden. So hatte ich vor allem mit Scheidungsangelegenheiten, Unterhaltsklagen, Nachbarschaftsstreitigkeiten und kleineren Strafsachen wie Ladendiebstahl oder Alkohol am Steuer zu tun.
Maître Colin war sehr daran gelegen, mir einen möglichst umfassenden Einblick in die französische Juristerei zu verschaffen. Er ermöglichte mir beispielsweise die Teilnahme an einer Zwangsversteigerung und einer Schulung für französische Rechtsreferendare über die Cour dAssises, eine Gerichtsbarkeit, die ungefähr einem Oberlandesgericht entspricht. Maître Colin verteidigte während meines Praktikums vor diesem Gericht einen Sexualstraftäter. Die Verhandlung dauerte zwei Tage und es war interessant zu sehen, wie dieser Fall dort entschieden wurde. Selbstverständlich bin ich in Bezug auf alle Fälle, mit denen ich konfrontiert wurde, zur Verschwiegenheit verpflichtet; aus diesem Grunde führe ich diesen Punkt nicht weiter aus.
Im Wesentlichen nahm ich an Klientengesprächen und Gerichtsverhandlungen teil und bereitete mich darauf vor, indem ich die zugehörigen Akten durcharbeitete. Maître Colin war mir dabei behilflich, indem er meine zahlreichen Fragen geduldig beantwortete. Durch die Tatsache, dass er den Beruf gewechselt hatte und erst seit zehn Jahren als Anwalt praktizierte, konnte er seinen Klienten ebenso gut wie mir als Beinahe-Laie die rechtliche Problematik der einzelnen Fälle und seine Vorgehensweise erklären. Für mich war es eine ganz neue, fremde Aufgabe, mich in die Perspektive eines Anwalts zu versetzen und neben den materiell-rechtlichen Fragen auch die Verfahrensvorschriften beachten zu müssen. Das mag unter anderem daran liegen, dass ich an der Uni noch kein Prozessrecht hatte und Familienrecht mehr aus der Zeitung und dem Fernsehen als aus dem BGB kannte. Weiterhin mag das französische Rechtssystem dem deutschen zwar ähneln, doch manche juristischen Definitionen sind nicht hundertprozentig identisch, und das legt einem deutschen Jurastudenten einige Stolpersteine in den Weg. Vor allem aber ist der Spagat zwischen der theoretischen Fragestellung, mit der man in der Uni konfrontiert wird, und der pragmatischen Betrachtungsweise eines Anwalts recht anspruchsvoll.
5. Fachliches Resumee
Ich hatte auf eine abwechlungsreiche und nicht allzu realitätsferne Praktikumsstelle gehofft und meine Erwartungen sind weit übertroffen worden. Auch mit der jungen Anwältin, die Maître Colin angestellt hat, habe ich mich gut verstanden. Da sie sich mit ihrem Kollegen in der Kanzlei abwechselte, damit immer jemand dort war, habe ich sie allerdings selten gesehen und hatte folglich wenig Kontakt zu ihr. Sie war sonst ebenso hilfsbereit wie er.
Mit vier Wochen war die Dauer des Praktikums für mich optimal. In dieser Zeit bekam ich ein Gefühl dafür, was die Arbeit eines Anwalts ausmacht. Ein längerer Aufenthalt wäre nicht sinnvoll gewesen, weil ich das Wesentliche schon mitbekommen hatte.
Maître Colin hat mich, genauso wie seine Kollegin, häufiger mit dem Auto ein Stück mitgenommen, weil ich auf dem Weg zur Kanzlei mit öffentlichen Verkehrsmitteln sonst mehrmals hätte umsteigen müssen. Er zeigte sich sehr zuvorkommend, lud mich mittags zum Essen ein, machte mich mit seiner Familie bekannt (seine älteste Tochter ist in meinem Alter und hat zwei Jahre in Köln studiert) und bot mir an, mich mitzunehmen, als er an einem Wochenende nach Köln fuhr.
Grundsätzlich kann ich die Praktikumsstelle wärmstens weiterempfehlen, weil ich dort wirklich sehr freundlich betreut wurde und interessante Aufgaben hatte. Ich denke auch, dass Maître Colin grundsätzlich dazu bereit wäre, noch einmal einen deutschen Praktikanten aufzunehmen. Allerdings ist mir sehr daran gelegen, die Gastfreundlichkeit und Kooperativität Maître Colins nicht auszunutzen, und ich möchte aus diesem Grunde darauf hinweisen, dass es sich um eine sehr kleine Kanzlei handelt, die von zwei Rechtsanwälten betrieben wird. Ein Praktikant bedeutet eine zusätzliche Belastung, vor allem, wenn man sich so umfassend um diesen bemüht wie Maître Colin. Ich würde deshalb, wenn ich in der Lage des DFJW oder des Hauses Rheinland-Pfalz wäre, vielleicht in einigen Jahren noch einmal bei ihm anfragen, ob er bereit wäre, nochmals einen deutschen Praktikanten zu betreuen, auf keinen Fall aber systematisch jedes Jahr einen Praktikanten dort hinschicken.
6. Begegnungen mit Franzosen
Meine Kontakte zu anderen beschränkten sich hauptsächlich auf die Studenten im Wohnheim, von denen sehr viele Ausländer darunter auch Deutsche waren, denn für die Franzosen begann die Uni erst im Oktober und folglich waren viele zu Hause oder im Urlaub. Nur diejenigen französischen Studenten, die eine Wiederholungsklausur schreiben mussten, waren da. Und es gab auch französische Praktikanten, die im Wohnheim zur Zwischenmiete in den Semesterferien wohnten.
Bei einer Wanderung in den Bergen hatten wir uns zu dritt (zwei andere Deutsche und ich) verlaufen und es regnete seit mehreren Stunden. Zwei Französisinnen mittleren Alters, die wir unterwegs getroffen hatten, zeigten uns den Weg zurück in die Zivilisation und nahmen uns sogar so nass und dreckig wie wir waren, ein Stück mit dem Auto zum nächsten Bahnhof mit.
Selbstverständlich hat das Praktikum auch zur Verbesserung meiner Französischkenntnisse beigetragen. Da ich ein Jahr (in der 11. Klasse) in Frankreich zur Schule gegangen bin, häufiger meine Ferien in diesem Land verbracht habe und bereits in Orléans ein Praktikum im Tourismusbüro gemacht habe, hat es nicht unbedingt zur Erweiterung des Grundvokabulars beigetragen, sondern dieses eher wieder aufgefrischt. Allerdings bin ich in der Zeit natürlich mit der französischen Rechtssprache in Berührung gekommen und habe in diesem Bereich meinen Wortschatz ausbauen können.
7. Französischkurse für Juristen an der Uni Mainz
Darauf hatte ich mich ein wenig durch den Französischkurs von Mme Holder vorbereiten können. Mme Holder bietet an der juristischen Fakultät der Uni Mainz spezielle Rechtssprache-Kurse für die Studenten an, die im Rahmen des umfangreichen Austauschprogrammes des Fachbereiches zwei Semester in Frankreich studieren möchten, um dort die Licence oder die Maîtrise zu erwerben. Ich plane zwar, im weiteren Verlauf meines Studiums an einem dieser Programme teilzunehmen, bin jedoch in meinem Studium noch nicht so weit fortgeschritten, dass es Sinn gehabt hätte, diesen Kurs jetzt für den späteren Austausch wahrzunehmen. Darüber hinaus war dies zeitlich mit meinem Stundenplan nur schwer vereinbar. Nichtsdestotrotz habe ich dieses Angebot genutzt, soweit mir das möglich war, und auf diese Weise einige praktische Vokabeln gelernt und eine Vorstellung von der Organisation der verschiedenen Gerichte in Frankreich bekommen. Das war für das Praktikum sehr hilfreich, denn dort konnte ich das Gelernte in der Praxis erleben und ich hätte sicherlich weniger verstanden, wenn ich kein Hintergrundwissen gehabt hätte.
In den kommenden vier Semestern werde ich die aufeinander aufbauenden Rechtssprache-Kurse von Mme Holder besuchen. Dafür ist mir nun wiederum das Praktikum von Nutzen, da ich die verschiedenen Gerichtsbarkeiten und Berufe nunmehr gedanklich einordnen kann und so die Gelegenheit habe, mich mehr mit den inhaltlichen Fragen auseinanderzusetzen. Auch die größere Sicherheit in der rechtlichen Terminologie ermöglicht mir natürlich ein größeres Textverständnis, so dass weniger Zeit durch die mühsame Arbeit mit dem Wörterbuch verloren geht.
8. Überlegungen zu meiner beruflichen Zukunft
Da ich mich in meinem späteren Beruf nicht nur mit dem deutschen Recht beschäftigen möchte, sondern eine interdisziplinäre Tätigkeit anstrebe, bei der ich auch meine Sprachkenntnisse einsetzen kann, hat mir dieses Praktikum auf dem Weg in meine berufliche Tätigkeit weiterhelfen können. Ich weiß noch nicht genau, wie mein späterer Beruf aussehen wird, aber da ich mit dem eingeplanten Auslandsjahr noch mindestens vier Jahre bis zum Ersten Staatsexamen brauche und dann erst einmal das Referendariat vor mir habe, brauche ich mich heute noch nicht festzulegen. Meine Vorstellungen werden sich mit Sicherheit in den nächsten Jahren konkretisieren.
Gerade weil ich mir meine berufliche Zukunft noch offen lassen möchte, hat mir dieses Praktikum eine wichtige Orientierungshilfe geboten. Dabei möchte ich betonen, dass es mir dabei nicht nur auf die rein juristischen Erkenntnisse ankommt, sondern dass hier in besonderer Weise die kulturellen Eindrücke von Bedeutung sind. Allein schon die Tatsache, dass in Frankreich die Mittagspause von 12 bis 14 Uhr dauert und die Deutschen, wenn sie arbeiten, mittags schnell eine Kleinigkeit essen, zeigt, dass regelmäßige Mahlzeiten in Frankreich sehr viel mehr geschätzt werden als hierzulande. Oder die französischen Jugendlichen, die die Semesterferien zu Hause bei der Familie verbringen, während viele Deutsche während des Semesters arbeiten und dann in den Urlaub ins Ausland fahren. Viele dieser kulturellen Unterschiede kannte ich schon aus meinem Austauschjahr, doch sie sind mir während meines Praktikums noch einmal deutlich bewusst geworden.
Ich bin mir inzwischen sicher, dass ich in Deutschland leben, doch in meinem Beruf mit Menschen aus verschiedenen Ländern zu tun haben möchte. Dafür ist es wichtig zu wissen, wie die Menschen dieser anderen Kulturkreise leben, denken, fühlen und was ihnen wichtig ist. Das drückt sich zum Beispiel in ihrem Umgang miteinander und so auch in der Arbeitswelt aus. Ich weiß nun ungefähr, was es bedeutet, ein französischer Anwalt zu sein. Man sitzt lange im Gericht und wartet, bis man dran ist, man hat viele Termine einzuhalten und muss sich gut organisieren können, man hat mal sehr viel und mal weniger zu tun und man kommt trotzdem jeden Abend zwischen 18 und 19 Uhr nach Hause. Man muss erklären können, damit die Klienten verstehen, wie in ihrem Fall vorgegangen wird. Man muss auf die Leute eingehen können, damit sie sich ernstgenommen fühlen und einem vertrauen. Man sollte sich kurz fassen können, um eine Sache auf den Punkt zu bringen. Man muss zugleich Unternehmer und Diplomat sein. Das Praktikum in Dijon war natürlich kein Meilenstein auf dem Weg in meine berufliche Zukunft. Aber es war auch kein Stolperstein, sondern ein kleiner Stein, der auf diesem Weg liegt und auf den ich auch später noch gern zurückblicken werde. Denn es ist ein Stein, der nicht tot ist, sondern ein Stein, der in meiner Erinnerung lebt und daher lebendiger ist als manche trockene Vorlesung.
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